Die jüngere Generation - Jules Perahim


Jules Perahim

Die jüngere Generation - Jules Perahim

Jules Perahim (Bukarest, 24. Mai 1914 – Paris, 2. März 2008)

Jules Perahim, geboren als Iuliş Blumenfeld, war einer der führenden Vertreter der Bukarester Surrealistengruppe. Perahim machte sein Debüt in der surrealistischen Zeitschrift Unu (Eins). In den folgenden Jahren gab er zusammen mit anderen jungen Künstlern verschiedene progressive Zeitschriften heraus, die manchmal große Kontroversen auslösten. So wurden er und seine Mitherausgeber beispielsweise nach der Publikation von Pula (Der Schwanz) unter dem Verdacht festgenommen, Pornografie zu produzieren. Am 7. Februar 1932 erhielt Perahim seine erste Einzelausstellung in Bukarest, die Marcel Janco organisiert hatte. Zwischen 1936 und 1940 publizierte er regelmäßig sozial engagierte Zeichnungen in der progressiven Presse.

Als 1940 die Rassengesetzte eingeführt wurden und Perahim auch wegen seiner linken Sympathien gefährdet war, floh er in die Sowjetunion. Dort schickte man ihn in den Kaukasus und nach Armenien, wo er zu ungelernter Arbeit verpflichtet wurde. Perahim kehrte im August 1944 nach Bukarest zurück und verlegte sich auf den sozialistischen Realismus. Ab den fünfziger Jahren konzentrierte er sich auf Buchillustrationen und Bühnenbild-Entwürfe für das Theater, zwei Bereiche, die nicht so streng von der Zensur kontrolliert wurden. 1969 emigrierte er nach Frankreich. In Paris kehrte er zu seinem frühen surrealistischen Malstil zurück und nahm an zahlreichen Ausstellungen in Frankreich und anderen Ländern teil.

Surrealistische Komposition, 1931 Perahims Figuren zeigen noch eine gewisse Ähnlichkeit mit der menschlichen Anatomie, aber sie sind keine Wesen aus Fleisch und Blut mehr. Ihre Körper bestehen aus einer Art grauer Substanz, ähnlich wie Stein, typisch für die Weise wonach die Surrealisten Menschliches und Natürliches kombinieren um das surreale Gefühl zu erzeugen.

Organische Landschaft, 1932 Diese Landschaft Perahims ist nicht auf einen bestimmten Ort festzulegen. Es fehlt ein klar erkennbarer Horizont und die Darstellung wird von geisthaften Wesen bewohnt. Das Ergebnis ist eine Art Traumlandschaft.

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